November 13

Die 4 apokalyptischen Reiter im Business

0  comments

Videotranskript

Wie die „apokalyptischen Reiter“ Ihr Business beeinflussen

Stellen Sie sich vor:
In Ihrem Markt taucht plötzlich ein neuer Wettbewerber auf.
Ein unerwarteter Konflikt legt Ihr Team lahm.
Ressourcen werden knapp – Budget, Personal, Zeit.
Und dann kommt noch eine große Veränderung im Markt, auf die Sie reagieren müssen.

Das wirkt wie vier völlig unterschiedliche Herausforderungen – doch im Kern sind es vier Kräfte, die jedes Unternehmen antreiben oder ausbremsen.

Ich nenne sie: die vier apokalyptischen Reiter im Business.
Keine Sorge – es geht nicht um Weltuntergang, sondern um eine bildhafte Metapher, mit der Sie Ihr Unternehmen besser verstehen und gezielter steuern können.

Ich bin Michael Fridrich, Führungs- und Vertriebstrainer aus Aachen. Seit über 18 Jahren begleite ich Unternehmen, die genau mit diesen Kräften umgehen müssen:
Wettbewerb, Konflikt, Knappheit und Wandel.

In diesem Beitrag erfahren Sie:

  • wie Sie diese vier „Reiter“ in Ihrem Unternehmen erkennen
  • wie sie wirken – positiv wie negativ
  • und wie Sie sie steuern, zügeln und für Ihren Erfolg nutzen.

Die vier apokalyptischen Reiter im Business – ein Überblick

Die Metapher der apokalyptischen Reiter steht hier für vier zentrale Kräfte in jedem Unternehmen:

  1. Das weiße Pferd – Wettbewerb & Innovation
  2. Das rote Pferd – Konflikt & Krise
  3. Das schwarze Pferd – Mangel & Knappheit
  4. Das fahle Pferd – Wandel & Transformation

Jeder dieser Reiter kann Ihr Unternehmen antreiben – oder blockieren, je nachdem, wie Sie mit ihm umgehen.

1. Das weiße Pferd: Wettbewerb & Innovation

Der erste Reiter, das weiße Pferd, steht für Wettbewerb und Innovation.

Er bringt frischen Wind in Märkte, zwingt Unternehmen dazu,

  • besser,
  • schneller
  • und innovativer zu werden.

Chance

Richtig verstanden, sorgt dieser Reiter dafür, dass Sie:

  • Ihr Angebot schärfen
  • Ihre Prozesse verbessern
  • und Ihre Kunden noch gezielter begeistern.

Risiko

Wer diesen Reiter unterschätzt oder Veränderungen „verschläft“, wird schnell überholt.

Praxisbeispiel

Ein Maschinenbauunternehmen, das ich begleite, verschlief jahrelang die Digitalisierung seiner Ersatzteilprozesse.

  • Wettbewerber mit Online-Portalen übernahmen wichtige Marktanteile.
  • Anfragen liefen schneller und bequemer über die Konkurrenz.

Erst ein mutiger digitaler Wechsel – inklusive Online-Bestellmöglichkeiten und transparenter Informationen – brachte das Unternehmen wieder zurück in die Spur.

Frage an Sie:
Wo zwingt Sie der Wettbewerb gerade dazu, innovativer zu werden – und wo schieben Sie Entscheidungen vielleicht noch vor sich her?

2. Das rote Pferd: Konflikt & Krise

Der zweite Reiter, das rote Pferd, steht für Konflikt und Krise.

Konflikte bedeuten zunächst:

  • Spannungen,
  • Reibung,
  • Unzufriedenheit – intern wie extern.

Chance

Richtig genutzt, macht dieses Pferd Schwachstellen sichtbar:

  • Unklare Zuständigkeiten
  • unpräzise Prozesse
  • unausgesprochene Erwartungen

Konflikte zwingen uns, Dinge zu verändern, zu korrigieren und klarer zu werden.

Risiko

Wer Konflikte ignoriert oder falsch moderiert, riskiert:

  • Eskalationen
  • Lagerbildung
  • blockierten Fortschritt

Gerade bei unklaren Abläufen führt das rote Pferd schnell zu Frust – und bremst das gesamte Team.

Praxisbeispiel

In einem Vertriebsteam, das ich begleitet habe, gab es massiven Streit zwischen Außendienst und Innendienst über die Bearbeitung von Leads:

  • Wer ist zuerst dran?
  • Wer pflegt welche Daten?
  • Wer trägt die Verantwortung für Nachfassaktionen?

Erst als der Konflikt offen angesprochen und moderiert wurde, entstanden:

  • klare Prozesse,
  • saubere Schnittstellen
  • und eine deutlich bessere, fruchtbare Zusammenarbeit.

Frage an Sie:
Wo gibt es in Ihrem Unternehmen Konflikte, die eigentlich ein Hinweis sind, dass Strukturen oder Abläufe verbessert werden müssen?

3. Das schwarze Pferd: Mangel & Knappheit

Der dritte Reiter, das schwarze Pferd, steht für Mangel und Knappheit:

  • zu wenig Zeit
  • zu wenig Budget
  • zu wenig Personal

Diese Knappheit zwingt uns, Ressourcen zu optimieren.

Chance

Wer diesen Reiter ernst nimmt,

  • fokussiert sich stärker,
  • priorisiert klarer
  • und gestaltet Abläufe effizienter.

Risiko

Wer Knappheit ignoriert, riskiert:

  • Überlastung,
  • Ineffizienz
  • und Frust in den Teams.

Praxisbeispiel

Ein Einzelhändler kämpfte mit massivem Personalmangel. Statt nur zu klagen, hat er:

  • auf Jobsharing-Modelle gesetzt
  • die Öffnungszeiten konsequent optimiert
  • Aufgaben gebündelt und vereinfacht

Das Ergebnis:

  • weniger Überstunden
  • stabilere Abläufe
  • höhere Kundenzufriedenheit

Frage an Sie:
Wo könnten vermeintliche Engpässe in Wahrheit ein Anstoß sein, Ihre Arbeitsweise neu zu denken?

4. Das fahle Pferd: Wandel & Transformation

Der vierte Reiter, das fahle Pferd, steht für Wandel und Transformation.

Er bringt:

  • neue Technologien
  • neue Märkte
  • neue Kundenbedürfnisse

Chance

Er wirkt für Sie, wenn Sie Veränderung:

  • frühzeitig erkennen,
  • aktiv gestalten
  • und bereit sind, liebgewonnene Routinen zu hinterfragen.

Risiko

Er wirkt gegen Sie, wenn Sie Wandel:

  • blockieren,
  • kleinreden
  • oder auf später verschieben.

Praxisbeispiel

Ein Traditionsunternehmen aus dem Handwerk wehrte sich jahrelang gegen Social Media.

  • „Unsere Kunden sind nicht auf Instagram.“
  • „Das brauchen wir nicht.“

Währenddessen bauten Wettbewerber große Reichweiten auf Instagram auf und zogen neue Kunden an.

Als der Druck groß genug war, musste das Unternehmen schnell aufholen. Heute ist es sichtbarer als je zuvor, weil es den Wandel angenommen und verstanden hat.

Frage an Sie:
Wo klopft der Wandel bereits an Ihre Tür – und wo reagieren Sie noch zu zögerlich?

Fazit: Die vier Reiter sind keine Gegner

Die vier apokalyptischen Reiter sind keine Feinde Ihres Unternehmens.

Sie sind Kräfte, die

  • Sie nutzen
    oder
  • zügeln können.

Die entscheidenden Fragen lauten:

  • Welcher Reiter reitet gerade in Ihrem Markt?
  • Welche Kraft ist in Ihrem Unternehmen aktuell am stärksten spürbar – Wettbewerb, Konflikt, Knappheit oder Wandel?
  • Wie gehen Sie mit dieser Kraft um – bremsen Sie sie aus oder nutzen Sie sie gezielt?

Drei konkrete Schritte für die Praxis

  1. Erkennen:
    Beobachten Sie bewusst, welcher Reiter gerade am stärksten wirkt.
  2. Entscheiden:
    Fragen Sie sich: Soll diese Kraft eher gebremst oder angetrieben werden?
  3. Steuern:
    Setzen Sie gezielte Strategien ein, um
    • Chancen zu nutzen
    • und Risiken zu minimieren.

Ihr nächster Schritt

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Umgang mit Ihren „apokalyptischen Reitern“ und bei der weiteren Umsetzung in Ihrem Unternehmen.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben:

Und wenn Sie mehr Klartext zu Führung, Vertrieb und Veränderung wollen:

  • abonnieren Sie gerne meinen Kanal
  • und aktivieren Sie die Glocke, damit Sie keine Impulse verpassen.

Vielen Dank im Voraus.
Herzliche Grüße – Ihr Michael Fridrich.


Das könnte Ihnen ebenfalls gefallen:

Veränderungsprozesse gestalten: Wie Sie mit Strategem Nr. 1 Widerstände überwinden und Ziele sicher erreichen

Veränderungsprozesse gestalten: Wie Sie mit Strategem Nr. 1 Widerstände überwinden und Ziele sicher erreichen